Mit Sensetime traut sich erstmals seit Beginn des Tech-Crackdowns wieder ein namhaftes chinesisches Start-up an die Börse. Weil das Unternehmen Überwachungssoftware anbietet, steht es im Ausland unter Druck. Doch auch Peking könnte der Firma das Leben erschweren
Von Redaktion Table
Die Anordnung der Behörden in Hongkong, diese Woche ein Mahnmal für das Tiananmen-Massaker abzubauen, zeigt die Stoßrichtung Pekings in der Erinnerungskultur: Die Zentralregierung will die Welt zwingen, den Vorfall zu vergessen. Denn Versuche zur Vergangenheitsbewältigung passen nicht zur Agenda der heutigen chinesischen Führung.
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In Hongkong geben immer mehr zivilgesellschaftliche Organisationen auf. Gewerkschafter, Aktivisten und Medienvertreter fürchten die Strafverfolgung durch die Behörden. Der Widerstand gegen Pekings autoritäre Übernahme der Stadt verlagert sich zunehmend ins Ausland, wo ehemalige Parlamentarier und Aktivisten ihre Lobbyarbeit verstärken.
Von Marcel Grzanna
Auch die chinesischsprachige Gemeinde in Deutschland hat die Bundestagswahlen aufmerksam verfolgt. Hoffnungen und Erwartungen an die neue Regierung variieren jedoch je nach Herkunft deutlich voneinander. Mehr Respekt für ihr Heimatland erhofft sich eine chinesische Mutter aus Siegburg. Hongkonger und Uiguren wünschen sich dagegen eine harte Linie gegenüber Peking.
Von Marcel Grzanna