Chinas Technologieunternehmen werden seit diesem Monat mit strengeren Datenvorschriften konfrontiert. Dies könnte die Innovationen ausgerechnet in jenen Schlüsseltechnologien hemmen, in denen Peking "weltführend" werden will. Wie die Tech-Unternehmen auf die neuen Regularien reagieren, muss sich noch zeigen.
Von Redaktion Table
Pekings Initiative "China Standards 2035" hat Experten aufmerken lassen. Das Vorhaben zeigt, dass China die Normung als industrie-, geo- und machtpolitisches Instrument entdeckt hat. Die EU-Handelskammer in China wird am Donnerstag einen Bericht zur Standardisierung in der Volksrepublik vorstellen. Deutschland und die EU haben vor allem in Schlüsseltechnologien noch Aufholbedarf, sagt Sibylle Gabler, Leiterin für Regierungsbeziehungen beim Deutschen Institut für Normung (DIN). Im Gespräch mit Amelie Richter gibt sie jedoch auch Entwarnung: Von einer Übermacht Chinas könne noch nicht die Rede sein. Es gebe aber einiges zu tun.
Von Amelie Richter
Die Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP), das größte Handelsabkommen der Welt, tritt im Januar 2022 in Kraft. RCEP ist Teil der chinesischen Strategie, den Handel stärker zu regionalisieren, Lieferketten in Chinas direkter Nachbarschaft abzusichern und damit die eigene Verwundbarkeit gegen geopolitisch motivierte Unterbrechungen globaler Lieferketten zu reduzieren. Zudem soll RCEP neue Märkte für chinesische Unternehmen in der Region öffnen. Fairer Wettbewerb (z.B. Subventionsabbau) oder höhere Umwelt- und Arbeitsstandards genießen keine oberste Priorität: Hier bleibt RCEP hinter bereits bestehenden Handelsabkommen der Volksrepublik zurück.
Von Redaktion Table
Der Chef von JP Morgan macht einen Witz über die Kommunistische Partei – und zeigt sich danach demütig. Der Vorgang zeigt, wie abhängig die internationalen Banken vom chinesischen Markt sind. Die derzeitige Liberalisierung des Finanzmarkts erhöht paradoxerweise noch den Einfluss der chinesischen Behörden auf die US-Firmen.
Von Ning Wang