Am Samstag hat Chinas Premierminister Li Keqiang seinen Arbeitsbericht vorgelegt. Der allgemeine Schwerpunkt von Chinas Politik für die kommenden zwölf Monate zeichnet sich darin klar ab: mehr Marktwirtschaft und Innovation bei niedrigeren Steuern. Auch die Verbesserung des Bildungssystems steht im Fokus. Die Regionen sollen zudem mehr Budgetverantwortung erhalten, während der Zentralstaat regionale Ungleichgewichte ausgleichen will. Binnenkonsum und der internationale Handel sollen einstweilen gestärkt werden.
Von Frank Sieren
China gibt sich zwar betont widerstandsfähig, senkt das Wachstumsziel jedoch auf 5,5 Prozent. In Zeiten von Krieg und Sanktionen gibt es eben keine Gewinner. Die starke Tendenz zur Autarkie auf dem aktuellen Volkskongress ist zudem eine schlechte Nachricht für deutsche Firmen. Die kürzlich erst groß angepriesene Strategie der zwei Kreisläufe fand dagegen keine Erwähnung.
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China erhöht seine Militärausgaben stärker als in den Jahren zuvor. Denn Peking sieht sich selbst mit einer spannungsgeladenen Nachbarschaft konfrontiert. Das hält Chinas Führung aber nicht davon ab, selbst eindeutige Drohungen auszusenden.
Von Michael Radunski
Es hätte Pekings zweite Chance sein können, nachdem die Olympischen Winterspiele nicht den erwünschten Imagegewinn gebracht haben. Doch die Paralympics werden völlig überschattet von Russlands Invasion in die Ukraine, sagt Mark Dreyer, Sportjournalist und Buchautor. Am Tag vor der Eröffnung der Spiele in Peking hat das Internationale Paralympische Komitee (IPC) Russland und Belarus von den Wettkämpfen ausgeschlossen. Mit Dreyer sprach Ning Wang.
Von Ning Wang