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China

„Ich muss nicht in Xinjiang sein, um zu beweisen, was dort passiert“

Die uigurischstämmige Video-Bloggerin Shahnura Kasim klagt auf Tiktok und Instagram die Menschenrechtslage in Xinjiang an. Dass in der autonomen Region wieder Normalität eingekehrt sei, wie zwei deutsche China-Forscher unlängst in einem Zeitungsartikel erklärten, hält sie für eine fahrlässige Behauptung. Sie könne nach wie vor nicht mit ihrer Familie in Kontakt treten. Die Menschen auf der Straße hätten noch immer Angst, offen zu sprechen, sagt sie im Gespräch mit Fabian Peltsch.

Von Fabian Peltsch

Finanzdialog zeigt Willen zu gegenseitiger Marktöffnung

Beim dritten Hochrangigen Deutsch-Chinesischen Finanzdialog in Frankfurt am Main ging es vor allem um mehr Kooperation. In Zeiten des „De-Risking“ sprachen sich Bundesfinanzminister Christian Lindner und Chinas Vizepremier He Lifeng für mehr Marktöffnung und Zusammenarbeit bei internationalen Fragen aus. Die Finanzpolitik scheint ein Feld zu sein, das noch nicht vornehmlich von Rivalität geprägt ist — auch wenn wenig konkrete Details verlauteten.

Von Christiane Kuehl

Die Partei erstickt die Popszene

Unsere Kolumne „Blick aus China“ stammt von Autorinnen und Autoren aus der Volksrepublik. Der heutige Beitrag widmet sich zwei viralen Hits aus Chinas sonst so kurzlebiger Popszene. Meinungsäußerungen sind in China streng zensiert, und das gilt auch für Liedtexte. Trotzdem gelingt es Kunstschaffenden immer noch gelegentlich, einen Nerv zu treffen. Die Pop-Sängerin Ren greift in einem neuen Song ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit auf.

Von Experts Table.Briefings