Berlin.Table Must Reads

Must-Reads

CK
08. Juli 2025

LTO: Streit um OVG-Besetzung in NRW geklärt. Nach jahrelanger Auseinandersetzung soll nun Carsten Günther, derzeit Richter am Bundesverwaltungsgericht, den Vorsitz des Oberverwaltungsgerichts NRW übernehmen. Zuvor hatte das Auswahlverfahren auch das Bundesverfassungsgericht beschäftigt. Günthers Mitbewerber könnte noch mit einer Konkurrentenklage gegen die Entscheidung der Landesregierung vorgehen. („Carsten Günther soll neuer OVG-Präsident werden“)

FAZ: Hafen-Erweiterung als geopolitisches Thema. Hamburg will rund 1,1 Milliarden Euro ausgeben, um die Zufahrtswege und die Anlagen an einem von vier Containerterminals zu modernisieren. Damit will die Stadt auch Marktanteile zurückgewinnen. Eine weitere Beteiligung chinesischer Unternehmen gelte als eher unwahrscheinlich, schreibt Christian Müßgens. („Ankerplatz für Investoren“

Taz: Alle gegen Ursula von der Leyen. Vor dem Misstrauensvotum am Donnerstag haben Sozialdemokraten, Liberale, Grüne und Linke die Kommissionspräsidentin kritisiert. Sie breche Absprachen und paktiere mit Rechten, so der Vorwurf. Grünen-Fraktionschef Bas Eickhout warnte: „Sie füttern dieses Biest, und irgendwann wird dieses Biest Sie auffressen.“ („In Brüssel wackelt die proeuropäische Mehrheit“

SZ: Kirchendebatte über Apartheid-Vorwurf. Der Weltkirchenrat hat Israel in einer Resolution ein „System der Apartheid“ gegenüber Palästinensern attestiert. Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Zentralausschusses des Rats, verteidigt den Beschluss, will den Begriff selbst aber nicht benutzen. Kritik kommt von der EKD und der Europäischen Rabbinerkonferenz. („Ein explosives Wort im Weltkirchenrat“

Nicht überlesen! 

Zeit: Ostdeutsche Unis verlieren viele Studierende. Innerhalb von zehn Jahren verzeichnen sie einen Rückgang von 10.000 Studierenden. Immer weniger westdeutsche Abiturienten wollen in ostdeutsche Länder, was viel mit Rechtsradikalismus zu tun hat: Chemnitz, dessen Uni bestbewertet ist, erlebte nach Ausschreitungen 2018 einen Knick. Außer Brandenburg verlieren alle ostdeutschen Länder. Folgen sind finanzielle Probleme, Stellenstreichungen, Sorgen um Forschung und Demografie. („Kommt doch mal rüber, man!“

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Letzte Aktualisierung: 24. Juli 2025